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Warum meine früheren Abnehmversuche scheiterten

Der Wunsch, einige Kilos zu verlieren, war schon öfter präsent. Natürlich habe ich es auch immer mal wieder versucht und wollte meinen überschüssigen Kilos den Kampf ansagen. Doch die Abnehmversuche bzw. meine Diäten sind immer gescheitert. Heute weiß ich auch, warum jeder Versuch abzunehmen früher nicht klappte.

Wenn man sich im Internet herumtreibt oder auch nur ein wenig TV schaut, sieht man viel Werbung für verschiedene Diätformen. Schnell dachte ich mir “das kann ich auch” und versuchte so einiges, um meine Kilos loszuwerden. Heute weiß ich, dass die im TV und Internet angepriesenen Diäten absolut nichts für mich waren. Ich verlor keine Kilos, dafür aber einiges an Geld.

Ich wollte für andere abnehmen

Mit einer der größten Punkte, warum das Abnehmen früher nicht klappte: Ich wollte für andere Abnehmen. Nicht für mich, nein. Mir wurde immer wieder vermittelt, dass ich doch abnehmen bzw. ein paar Kilos verlieren sollte. Man würde dann schließlich viel schöner aussehen. In meinem Kopf festigte sich also das Bild, dass ich anderen gefallen muss. Ich wollte unbedingt in das Weltbild anderer Menschen passen. Durch das Abnehmen erhoffte ich mir mehr Akzeptanz in der Familie und unter Freunden.



Heute nehme ich für mich ab. Für meine Gesundheit, für meine Fitness – für mich ganz alleine.

Ich habe mich selbst beschissen

Heute war ich beim Sport, also kann ich eigentlich ja auch diese leckere Tüte Chips essen.
Sätze, die früher nach den ersten Malen im Fitnessstudio immer in meinem Kopf waren. Ich war beim Sport, also kann ich auch dies und jenes essen. Eigentlich war der Sport aber nur eine “gelungene” Ausrede für mich – denn an den anderen Tagen aß ich ebenfalls Chips. Dann nur eben mit einem etwas schlechteren Gewissen.

Ich dachte, Shakes wären die Lösung

Teures Pulver kaufen, teures Pulver trinken und die Kilos sollen dahinschmelzen. Dachte ich. War auch am Anfang so, doch nach kurzer Zeit hingen mir die Shakes natürlich zum Hals heraus und ich aß wieder wie vorher. Das Ende vom Lied: Ich habe einiges an Geld zum Fenster herausgeworfen und dennoch meine Kilos wieder draufgehabt. Mal davon abgesehen, dass ich merkte, dass diese Shakes meine Körper absolut nicht gut taten. Aber immerhin war ich um eine Erfahrung reicher. Und hey, der Shakebecher von damals eignet sich heute perfekt als Messbecher. Ein teurer Messbecher. 🙂

Wenn ich heute von irgendwelchen Abnehm-Riegeln lese, muss ich nur gewaltig den Kopf schütteln. Denn genau auf solche Werbeversprechen bin ich selbst oft hereingefallen. Viel Geld, keine Abwechselung und über seine Ernährung lernt man genau nichts. Hallo Jojo-Effekt!

Ich wollte eigentlich nichts verändern

Als ich mit meinem Freund zusammenzog, war das “Tütchen auf, drüber, fertig” einfach so unglaublich praktisch. Und natürlich war ich auch an den Geschmack vom Fertigzeug gewohnt – daher war es ja auch lecker. Und zu einem Auflauf gehört nun mal eine 2cm dicke Schicht Käse, oder?
Warum sollte ich was ändern, wenn mir das Essen doch schmeckte? Okay, ich nahm kontinuierlich zu – aber das Essen schmeckte ja auch. Und Chips und Schokolade gehörten halt zum Filmabend dazu. Problem nur, wenn man eigentlich jeden Abend einen Film schaute.



Ich setzte mich nicht mit meiner Ernährung auseinander

Ern.. Was?
Zum Frühstück gab es Toast mit Nutella. Manchmal so viel, dass es sogar bis zum Abend sättigte. Am Abend dann noch einen schönen Auflauf mit vieeel Käse. Schließlich gab es nur Frühstück, da kann man sich am Abend ja was gönnen. 😉

Selbst wenn ich gerade mal wieder einen Abnehmversuch gestartet hatte, habe ich mich nie mit der Ernährung auseinander gesetzt. Entweder hungerte ich oder aß von allem zu viel. Heute weiß ich, dass kein Weg daran vorbeiführt und man sich unbedingt mit der Ernährung auseinandersetzen sollte. Ich wollte immer, dass man mir DEN EINEN WEG zeigt, mit welchem ich schnell abnehmen und dann wieder in mein altes Essverhalten zurückkehren kann (war ja auch lecker). Natürlich ist es anstrengender, wenn man sich mit Lebensmitteln und der Ernährung auseinandersetzen muss – aber gerade für die Zeit nach Erreichung des Wunschgewichts ist gerade dieses Wissen Gold wert, sofern man nicht vom Jojo-Effekt Besuch erhalten möchte.

Und heute?

Heute weiß ich, dass das Abnehmen (Achtung, Wortwitz..) kein Zuckerschlecken ist. Ich weiß, dass man viel verändern und alte Gewohnheiten wirklich ablegen muss. Und das muss man selbst wollen – aus tiefster Überzeugung heraus. Am Anfang ist es natürlich schwer, denn der Mensch ist ein absolutes Gewohnheitstier, das nur allzu gerne in alte Muster verfällt. Deshalb habe ich auch nicht von heute auf morgen alles auf einmal umgestellt. Stattdessen bin ich kleine Schritte gegangen. Die sind für mich persönlich langfristig schöner (und einfacher) als ein großer Schritt. Den einen großen Schritt gehe ich womöglich schneller zurück als viele kleine. So verabschiedete ich mich nach und nach von alten Gewohnheiten wie Cola, Energydrinks, Chips, Fertigzeug usw. Aber: Auch heute habe ich diese Lebensmittel nicht komplett von meinem Speiseplan gestrichen. Denn ich weiß heute, dass die Regelmäßigkeit bzw. Menge das Gift macht.

Wichtig ist, dass man sich vor Augen führt, dass man dem Körper “einfach” weniger Kalorien zuführen muss, als er benötigt. Auf genau diesem Prinzip beruhen auch jede Shake-Diät, jede Abnehm-Riegel-Kur und auch jedes andere Programm. Schaffe ein Defizit und es klappt mit dem Abnehmen. Super, aber ich hätte gerne eine Extrawurst in Form von drei kleinen Anforderungen: Mein Essen sollte 1. abwechslungsreich sein, 2. wirklich gut schmecken und 3. vor allem satt machen. Mit den Mikro- und Makronährstoffen im Blick, viel Ehrlichkeit mir selbst gegenüber und Neugier auf interessante Rezepte plane ich mittlerweile das Essen im Wochentakt. Das klappt für gewöhnlich echt gut und mit der Zeit verinnerliche meine neue Ernährungsweise immer mehr. Das gefräßige Gewohnheitstier entwickelt sich sozusagen immer ein kleines Stück weiter. Und eine kleine Sporteinheit rechtfertigt heute auch keine komplette Tüte Chips mehr. Zum Glück. 🙂

Fazit

Für mich persönlich habe ich den richtigen Weg gefunden. Das Zählen von Kalorien ist abwechslungsreich und ich kann selbst bestimmen, was ich esse. Ich muss mich nicht wochenlang nur von Shakes oder Riegeln ernähren, sondern kann lecker essen. Ich muss nicht hungern, probiere viele neue Rezepte aus und das gesparte Geld für Süßkram wird in Obst und Gemüse investiert. Eine gute Investition, wie ich finde. Und dennoch wandern auch mal die ungesunden Lebensmittel in den Einkaufswagen. Warum auch nicht? Solange es nicht Überhand nimmt wie früher, darf es zwischendurch auch mal ungesund sein.

 

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winzieee

Anna-Christin ist absolut vernarrt in Nagellacke und interessiert sich beautymäßig sonst noch für alles, was sie anspricht und -springt. Derzeit ist sie noch brave Studentin, nutzt aber jede freie Zeit, um die Nägel hübsch zu lackieren. Außerdem liebt sie gutes Essen und hat eine Schwäche für Süßes.

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